Hat das Geschlecht der Lehrer/innen einen Einfluss auf die Förderung der Schüler/innen?

Angesichts der Frauendominanz im Bildungsbereich - zumindest in den Grundschulen - mag man an einen direkten Zusammenhang erkennen zwischen der Tatsache, dass Jungs schlechter benotet und seltener fürs Gymnasium empfohlen werden und dem deutlichen Überhang an Lehrerinnen. Seit 1981 haben die Mädchen die Jungs bei der Abiturquote überholt - seitdem baut sich der Vorsprung stetig aus auf ca. 30% Mädchen und 21% Jungen im Jahre 2007.

Schon seit längerem wird diskutiert, Jungen in Zukunft gezielter zu fördern - hat doch die Emanzipation und Förderung der Mädchen zu durchschlagendem Erfolg geführt. Auf Kosten von Jungs, fürchten so manche und fordern eine Quote an männlicher Bezugspersonen.

Doch ganz so eindeutig scheint dieser Zusammenhang nicht zu sein, so wollen zwei neuere Sekundäranalysen belegen: Forscher werteten Bewertungen von Schülern aus und setzten sie in Korrelation zur Geschlechterverteilung der Lehrerschaft. Und so scheint es keinen echten Effekt des Geschlechtes auf die Beurteilung zu geben.

Ich denke, dass weniger das Geschlecht des Lehrers/der Lehrerin sondern vielmehr seine Einstellung und Haltung eine Rolle spielt - das zeigen zumindest eine Vielzahl von Untersuchungen. Wenn Lehrer/innen meinen, bestimmte Schüler/innen seien besonders zu fördern und es sei auch wichtig bzw. sozial anerkannt, diese besonders zu fördern, dann führt diese Haltung dazu, dass Schüler/innen davon wirklich profitieren können.

Mehr zum ausführlichen Artikel auf Spiegel-online.

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