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- 5.11.2010: Neue Richtlinien zur Vergabe von Ritalin
- 5.10.2010: iPads an Österreichischen Schulen
- 27.9.2010: Buchtipp - "Die Zauberwelt der Suggestopädie" von Zamyat Klein
- 19.9.2010: Jugend verstehen mit der Shell Studie?!
- 7.9.2010: Vom Gericht bestätigt: 4,41 kann Note 5 im Zeugnis bedeuten
- 5.9.2010: Sommerpause ist vorbei
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Archiv der Kategorie News aus der Lernwelt
Neue Richtlinien zur Vergabe von Ritalin
5.11.2010 von admin.
Am 7. Oktober 2010 wurde eine neue Richtlinie zur Vergabe von Ritalin herausgegeben:
Die Richtlinien für die Verschreibung von Ritalin sind Anfang Oktober verschärft worden. In Zukunft darf Ritalin nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen verschrieben werden, z.B. wenn eine Psychotherapie erfolglos war. Darüber hinaus mus die Diagnose ADS/ADHS von einem Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen gestelltn wordne sein. Ist eine Behandlung mit Methylphenidaten (in Ritalin), darf das Medikament auch nicht mehr dauerhaft verschrieben werden.
Die geänderte Arzneimittel-Richtlinie schreibt jetzt vor, dass
- eine Behandlung von ADHS ohne Medikamente beginnen muss,
- Methylphenidat erst dann eingesetzt werden darf, wenn die nicht-medikamentöse Behandlung nicht erfolgreich ist,
- Methylphenidat auch dann nur innerhalb einer therapeutischen multimodalen Gesamtstrategie eingesetzt werden darf, die neben pharmakologischen Maßnahmen insbesondere auch psychologische, pädagogische und soziale Therapiekonzepte nutzt,
- die Behandlung unter Aufsicht eines Spezialisten für Verhaltensstörungen bei Kindern durchgeführt werden muss,
- der medikamentöse Einsatz besonders zu dokumentieren ist, insbesondere bei einer Dauertherapie über zwölf Monate,
- mindestens einmal jährlich die medikamentöse Behandlung unterbrochen und neu beurteilt werden muss,
- die ADHS-Diagnose auf Kriterien der DSM-IV oder der ICD-10-Klassifikation beruhen muss.
Eigentlich Irrsinn, dass dies NEUE Verordnungen sind.
Diverse Quelle, u.a.: Psychologie News
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iPads an Österreichischen Schulen
5.10.2010 von admin.
Das iPad hält nun auch an Schulen seinen Einzug. Im Burgenland in Österreich startet ein einjähriges Pilotprojekt, in dem der Nutzen des Einsatzes von iPads an Schulen getestet werden soll. Die iPads sollen vor allem schwere Bücher wie Atlanten oder Wörterbücher ersetzen und die Recherche in Wissensdatenbanken ermöglichen. Ein völliger Ersatz von Büchern und Heften sei zur Zeit aber nicht geplant.
Für die Test-Schüler sicherlich eine tolle Sache!
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Jugend verstehen mit der Shell Studie?!
19.9.2010 von admin.
Jedes Jahr lesen wir wieder die Schlagzeilen der so genannten Shell-Studie, die die Einstellungen und Orientierungen der Jugend erhebt. Als Lerncoach hat man natürlich auch viel mit Jugendlichen zu tun und je besser man das Modell (oder besser: die Modelle) der Welt der Jugend kennt, desto besser versteht man sie und umso besser kann man sich auf sie einstellen und wirkungsvoll arbeiten.
Für mich ist die Shell-Studie immer wieder eine (von vielen) Möglichkeit, um aktuelle Themen, die den Jugendlichen unter den Nägeln brennen, kennen zu lernen. Doch was steckt eigentlich hinter der berühmten Shell-Studie?
Die Shell Studie wird seit 1953 regelmäßig von dem Konzern Shell in Auftrag gegeben. Über 2000 repräsentativ ausgewählte Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren aus Ost und WestDeutschland werden in standadisierten Fragebögen zu verschiedenen Themen befragt. Repräsentativ bedeutet, dass Jugendliche aus allen Schichten, Milieus, Geschlechtern, Altersgruppen, Schularten etc. vertreten sind und zwar wie in einem verkleinerten Abbild der Wirklichkeit. Durch die Repräsentativität wird sichergestellt, dass die Ergebnisse generalisierbar, verallgemeinerbar sind.
Viele dieser Fragen sind jedes Jahr die gleichen, so dass man Veränderungen in den Einstellungen gut erkennen kann. Die Studie führt das unabhängige Forschungsinstitut Infratest durch.
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Vom Gericht bestätigt: 4,41 kann Note 5 im Zeugnis bedeuten
7.9.2010 von admin.
Lehrer/innen dürfen in begründeten Fällen von der rein rechnerischen Durchschnittsnote abweichen und eine andere als die eigentlich errechnete Note im Zeugnis vergeben.
So bei einem Siebt-Kläßler, der in Französisch rein rechnerisch auf 4,41 gekommen ist und dennoch eine 5 ins Zeugnis bekam und damit durchfiel. Die Eltern klagten gegen diese Note und verloren. Denn das Gericht bestätigte, dass den Lehrern ein Freiraum bei der Zeugnisvergabe zusteht, wenn die Abweichung von der Durchschnittsnote begründet ist. In diesem Fall war die Begründung: negative Tendenz sowie fachliche Defizite.
Hm. Könnte man sagen, wozu vorher der ganze Notenstress, wenn der Lehrer dann seine persönliche Beurteilung geltend macht. Und wenn die vorherigen Noten anscheinend nicht die tatsächliche Leistung wiedergeben, wozu sie dann überhaupt vergeben?!
Die gute Nachricht ist für mich: bei der Zeugnisnote können sich Lehrer/innen durchaus mehr trauen, die reine Durchschnittsnote nach oben zu korrigieren und positive Tendenzen anerkennen.
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Vokabeln lernen in Bewegung
12.6.2010 von admin.
Dass Bewegung das Einprägen von Informationen beschleunigt, ist längt bekannt. Dennoch wird dieses Wissen meiner Meinung noch viel zu wenig genutzt! Wie man Bewegung beim Vokabeln lernen sinnvoll einsetzen kann, demonstriert ein TV-Beitrag. Darin werden Studenten beobachtet, wie sie japanisch lernen. Die eine Gruppe lernt nach der herkömmlichen Methode im Sitzen und mit schriftlichem Material. Die andere Gruppe lernt im Stehen, die Wörter und Sätze werden mit Beamer an die Wand geschlagen und zu jedem Wort / Begriff werden unterschiedliche Bewegungen gemacht. Sieht also ein bisschen aus wie eine Gymnastik-Gruppe.
Nach zwei Wochen werden die Studenten zum Test gebeten. Ergebnis: diejenigen, die mit Bewegung gelernt haben, haben doppelt so viel behalten wie die anderen. Super, oder?
Die Bewegung dient hier einerseits als Merk-Turbo andererseits als Anker für die Wörter. Weiß ich z.B. einzelne Begriffe nicht mehr, brauche ich nur die Bewegung machen und die Erinnerung kommt zurück.
Wie das Ganze aussieht, könnte Ihr in diesem kurzen Film sehen.
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Komm, verschwende Deine Zeit - mit Bildung nur für Dich!
10.6.2010 von admin.
Auch wenn Schüler und Schülerinnen meist nur als zukünftige Wirtschaftsfaktoren angesehen werden, so muss das nicht sein - Dänemark macht vor, wie es auch anders geht. Wo anderswo die Schulabgänger/innen sich nach Praktikums-, Ausbildungs- oder Studienplätzen umsehen, um möglichst schnell in den Beurf gehen zu können, ist es in Dänemark eher üblich nach der Schule erst einmal durchzuschnaufen. Weltreisen, Auszeiten, Jobben ohne Berufsziel oder eben brotlose Kunst lernen!
So gibt es in Dänemark 76 Schulen, in denen die jungen Leute zusammen leben, essen, wohnen - und lernen. Jeder hat eines der fünf Hauptfächer (Musik, Philosophie, Literatur, Theater und Kunst) gewählt. Die Højskole von Testrup ist eine solcher Schulen, die jährlich rund 3500 Jugendliche besuchen. Mit Kost, Logis und Unterricht kostet der Aufenthalt im gemeinnützigen Erwachseneninternat umgerechnet rund 4000 Euro - bemerkenswert: den gleichen Betrag legt der Staat obendrauf. Dafür stellt das Bildungsministerium ein paar Bedingungen an die Volkshochschulen, die mit einer deutschen VHS nur den Namen teilen: Sie müssen mindestens 28 Stunden pro Woche unterrichten, und die Inhalte müssen allgemeinbildend sein - ansonsten sind die Schulen unabhängig.
Initiator war Nikolaj Frederik Severin Grundtvig, der eine lebenswerte Gesellschaft errichten wollte, mit freier Bildung ohne Druck und ohne Paukwissen für alle, stattdessen lernen in einer Gemeinschaft, die auch zusammen lebt. Der Denker wollte vor allem den Geist der Menschen bilden.
Für die Schüler/innen ist es eine tolle Möglichkeit, sich einen Auszeit zu nehmen, herauszufinden, worin man gut ist und vor allem eines zu erleben: wie es ist, einfach nur für sich selbst zu lernen - ohne Zeugnis, ohne Noten, ohne Prüfungen.
Mehr dazu gibt es hier.
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Speed Stacking - das schnelle Becherstapeln macht schlau!
2.6.2010 von admin.
Speed Stacking ist eine sportliche Disziplin, bei der es darum geht so schnell wie möglich 12 Becher aus der Ausgangspostition zu bestimmten Pyramiden zu formen und wieder zu entstapeln, bis die Ausgangsposition erreicht ist. Das Ganze dauert beim 15-jährigen deutschen Weltrekordler Timo Reuhl genau 6,33 Sekunden. Mittlerweile kämpfen tausende von Jugendlichen online und auf realen Turnieren um die Rekorde.
Speed Stacking ist aber nicht nur sportlich eine tolle Herausforderung sondern ist in Bezug auf Lernen sehr interessant: es fördert die Konzentration, die Koordination, die Motivation. die Merkfähigkeit und allgemein die Leistungsfähigkeit. Daher wird Speed Stacking auch in Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen gezielt eingesetzt.
Wer eine Lerncoach-Ausbildung bei mir gemacht hat, kennt dieses Spiel, denn in der Regel wird es als Kurz-Präsentation der Gruppe vorgestellt. Und da kann man am eigenen Leib erfahren, wie lange man am Anfang braucht und wie groß die Leistung ist, dies in 6,33 Sekunden zu schaffen.
Wer mal sehen möchte, wie das funktionert, kann in den Youtube Clip hineinschauen (Geschwindigkeit ist real!)!
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Optimale Prüfungsvorbereitung durch Nichts-Tun!
31.5.2010 von admin.
Die Auswirkung von regelmäßiger Meditation (oder kleinen Trancen) auf die Lernleistung ist nun ebenfalls an der Wake Forest University School in den USA mit folgenden Ergebnissen untersucht worden:
- die Stimmung verbessert sich
- Angstgefühle gehen zurück
- Müdigkeit verringert sich
- Verbesserung des Arbeits-gedächtnisses
- Verbesserung der räumlich-visuellen Wahrnehmung
- verbesserter Umgang mit Zeitdruck
Gerade der letzte Punkt ist sehr wichtig, denn die Gruppe in diesem Experiment, die Meditation ausübte, schnitt in allen Test unter Zeitdruck besonders gut ab. Bleibt noch eine Frage offen: wie haben die Probanden meditiert? Sie sollten sich 20min lang entspannt und mit geschlossenen Augen auf den Rücken legen und sich auf ihre Atmung konzentrieren. Aufkommende Gedanken sollten nicht weiter verfolgt, sondern durch die Konzentration auf die Atmung weitergeschickt werden.
Hier geht‘s zum Artikel auf Spiegel-Online
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Das digitale Netz verändert das Denken
22.5.2010 von admin.
Schon seit vielen Jahren versuchen Gehirnforscher, Psychologen, Pädagogen und Neurologen den Einfluss der zunehmenden Nutzung der digitalen Medien, z.B. das Internet oder Web-Spielen, auf das Denken und die kognitiven wie sozialen Fähigkeiten zu erforschen. Meist kommen sie nicht besonders gut weg: die Konzentrationsfähigkeit würde sinken, die Informationsaufnahme erschwert, ganz zu schweigen von der Verarmung sozialer Kontakte.
Interessant ist, dass aber genau die zunehmende Nutzung von Technik mit ein Faktor (neben z.B. höheres Bildungsniveau und besser Ernährung) dafür ist, dass in den letzten 50 Jahren die durchschnittliche Intelligenz stetig gestiegen ist.
Schon 1994 gab es in den USA erste Untersuchungen, die belegen, dass Computerspiele das räumliche Denken schult und verbessert. Neuere Studien zeigen nun, dass auch das visuelle Vorstellungsvermögen (eine für das Lernen sehr wichtige Grundkompetenz) durch das Computerspielen trainiert wird. Auch der Vorwurf der sozialen Verarmung durch das Kommunizieren in sozialen Netzwerken wie Facebook ist wohl nicht haltbar: in Einsamkeit rutschen vor allem diejenigen, die auch in der Offline-Welt nur wenige Kontakte haben. Sie scheinen also vor allem Spiegel der echten Welt jenseits des Internets zu sein.
Digitale Medien gehören heute einfach zur Alltagswelt dazu, sie haben natürlich viele Nachteile, aber sie haben mindestens genauso viele Vorteile. Wer Computerspielen, Online-Netzwerken, Chatten oder Dauer-SMSen nur negativ sieht, sitzt in einem Elfenbeinturm - unerreichbar und fern der realen Welt.
Ich plädiere dafür, dass Eltern ihre Kinder öfter in deren - auch digitalen - Welt abholen. Sich z.B. ebenfalls in die Netzwerke einloggen und Teil dieser digitalen Welt werden. Oder sich den Spaß machen von Wohnzimmer ins Kinderzimmer zu skypen. Oder auch mal völlig “unnütze” SMS schreiben …! Das würde viel Stress aus dem mancherorts täglichen Gerangel um Nutzungszeiten nehmen.
Artikel zum Thema
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alt und weise - das belegt eine neue Studie
8.5.2010 von admin.
An der University of Michigan haben Forscher zunächst einmal definiert, was eigentlich Weisheit ist und dann untersucht, welcher Altersgruppe diese Eigenschaft am ehesten trägt.Weisheit ist demnach das Verständnis für unterschiedliche Werte und Ansichten (im NLP würden wir sagen: Modell der Welt des anderen respektieren), Einsatz von Kompromisslösungen, bei Konflikten das Einnehmen unterschiedlicher Blickwinkel und die Erkenntnis, dass Einschätzungen immer mit einer gewissen Unsicherheit einhergehen, z.B. weil uns nur begrenzte Informationen zur Verfügung stehen. Solche Merkmale wurden über 60-Jährigen viel stärker zugeschrieben als jüngeren. Unternehmen wären gut beraten, Ältere länger zu behalten und besonders für Aufgaben einzusetzen, in denen Weisheit gefragt ist. Viele Senioren engagieren sich auch als Schülerpaten oder Bildungslotsen, d.h. unterstützen Schüler/innen beim Lernen. Noch mehr könnte auch hier die Weisheit der Älteren genutzt und in die Arbeit integriert werden.Zum kompletten Artikel
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